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Die Bebauung des Rohrer Weg bedeutet einen: “Nicht kompensierbaren Eingriff in Frischluftentstehungsflächen und in das innenstadtrelevante südlichen Frischluftsystem”. VAIHINGEN HENGSTÄCKER Die Windverteilung zeigt eine relativ große Häufigkeit südlicher Winde, insbesondere in der Nacht. Dies ist auf nächtlichen Kaltluftabfluß über die nahe Hangkante Richtung Kaltental zurückzuführen. Die Freiflächen in der Stationsumgebung haben eine wichtige Funktion für das Klima der Innenstadt. Sie liefern einen Teil der Kaltluft, die den Bergwind des Nesenbachtales speist. (Quelle: Amt für Umwelt der Stadt Stuttgart)
Der Freiraum zwischen Möhringen und Vaihingen hat eine wichtige Funktion für das Klima in der Stuttgarter Innenstadt. So liefern die Freiflächen einen Teil der Kaltluft, die den Bergwind des Nesenbachtales speist. Die starke Abkühlung der Freiflächen um Möhringen konnte durch Infrarotbefliegungen 1976 (ROBEL et. al., 1978) und 1988 (KLIMAATLAS, 1992) belegt werden.
In dieser Computersimulation ist sehr schön zu erkennen, wie die Luftstörme vom Gebiet Rohrer Weg nach Kaltental verlaufen und von dort weiter durch das Nesenbachtal nach Heslach gelangen.
WINDVERHÄLTNISSE in Stuttgart Der Wind, charakterisiert durch die Windgeschwindigkeit und Windrichtung, bestimmt die Ausbreitung von Luftschadstoffen und ist deshalb bedeutsam für die lufthygienischen Verhältnisse. Er spielt aber auch eine wichtige Rolle bei der Herabsetzung der Wärmebelastung. Ein wesentliches Merkmal des Stuttgarter Klimas ist seine Windarmut, die nicht allein auf die Lage der Stadt in zwei Stufenrandbuchten der Keuperhöhen zurückzuführen ist. Die gesamte Region des Neckarbeckens ist generell für niedrige Windgeschwindigkeiten bei großer Häufigkeit von Windstillen bekannt. Dies ergibt sich durch die großräumige Luftdruckverteilung in Süddeutschland und die Abschirmung durch den Schwarzwald, die Schwäbische Alb, den Schurwald und den Schwäbisch-Fränkischen Wald. Bedingt durch das unheitliche Gelände kann für Stuttgart keine einheitliche Windrose angegeben werden. Am ehesten ist noch die Windrose für den Flughafen Stuttgart geeignet, den regionalen Wind zu beschreiben. Ansonsten kann man behaupten, "an jeder Ecke weht ein anderer Wind". Die Abschirmung der großräumigen Luftströmung durch die umgebenden Höhenzüge begünstigt die Entwicklung lokaler Windsysteme an den Hängen und Tälern. Sie erreichen zwar keine hohen Windgeschwindigkeiten, spielen aber für die lokale Belüftung der Stadtteile eine wichtige Rolle. Diese errechneten Windrosen belegen ebenfalls den Verlauf der Luftmassen vom Rohrer Weg über das Nesenbachtal nach Heslach. Von Heslach strömt die Kaltluft (in dieser Karter zwar nicht sichtbar) dann weiter in die Innenstadt. Auch dies lässt sich leicht belegen, denn selbst in der Stadtmitte dominiert die Windrichtung aus südwestlicher Richtung.
STUTTGART (Klimasituation) Das Zentrum von Stuttgart liegt abseits des Neckars in einer Keupersenke (ca. 240 m ü. NN), die fast vollständig von einem Höhenkranz (bis 500 m ü. NN) umgeben ist. Nur im Verlauf des Nesenbaches besteht im Nordosten eine Öffnung zum Neckartal. Nach Südwesten hin verläuft der Nesenbach in einem engen Tal, das für die Belüftung von Stuttgart eine ähnliche Bedeutung hat wie das Höllental mit dem "Höllentäler" (Bergwindsystem) in Freiburg. Die Thermocharakteristik zeigt eindeutige Temperaturunterschiede zwischen den Feldern und der Streuobstwiese einerseits und den bebauten Flächen andererseits. Die als Puffer in Erscheinung tretenden Grünflächen verhindern als übermäße Aufheizen Möhringens. Da die Kaltluft weiter nach Stuttgart getragen wird, hat das Gebiet Rohrer Weg sogar Einfluss auf das Klima in der Stuttgarter Innenstadt.
Erklärung:
Weitere Informationen finden Sie in unserem Faltblatt zum Thema Klima: Die Bebauung des Rohrer Weg bedeutet einen: “Nicht kompensierbaren Eingriff in Frischluftentstehungsflächen und in das innenstadtrelevante südlichen Frischluftsystem”.
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