Informationen vom Amt für Umwelt der Stadt Stuttgart:

    Die Streuobstwiese ist als sogenannte Kaltluftentstehungsfläche wichtig für das Klima in Kaltental, Heslach und der gesamten Innenstadt. Die hier in Möhringen  entstandene  Kaltluft wir vor allem nachts über das Nesenbachtal der Innenstadt Stuttgarts zugeführt.

    Die Bebauung des Rohrer Weg bedeutet einen: “Nicht kompensierbaren Eingriff in Frischluftentstehungsflächen und in das innenstadtrelevante südlichen Frischluftsystem”.
      Zitat aus der Beschlussvorlage des Referates Städtebau der Stadt Stuttgart (GRDs Nr. 419/20029).
     


     VAIHINGEN HENGSTÄCKER

     Die Windverteilung zeigt eine relativ große Häufigkeit südlicher Winde, insbesondere in der Nacht. Dies ist  auf nächtlichen Kaltluftabfluß über die nahe Hangkante Richtung Kaltental zurückzuführen. Die Freiflächen  in der Stationsumgebung haben eine wichtige Funktion für das Klima der Innenstadt. Sie liefern einen Teil  der Kaltluft, die den Bergwind des Nesenbachtales speist. (Quelle: Amt für Umwelt der Stadt Stuttgart)




    FREIRAUM UM VAHINGEN UND MÖHRINGEN

     Der Freiraum zwischen Möhringen und Vaihingen hat eine wichtige Funktion für das Klima in der Stuttgarter  Innenstadt. So liefern die Freiflächen einen Teil der Kaltluft, die den Bergwind des  Nesenbachtales speist. Die starke  Abkühlung der Freiflächen um Möhringen konnte durch Infrarotbefliegungen 1976 (ROBEL et. al., 1978) und 1988 (KLIMAATLAS, 1992) belegt werden.

    "An der Meßstation vorgenommene meteorologische Messungen lassen erkennen, dass der Standort den Einzugsbereich eines lokalen Windsystems repräsentiert. Der sich an der Hangkante zum Nesenbachtal  entwickelnde  nächtliche Kaltluftabfluß wird als eine notwendige Voraussetzung für die Existenz der Frischluftschneise Nesenbachtal hervorgehoben.

    Die lokalklimatische Funktion dieses Teils der Filderlandschaft erfordert es, lufthygienische Belastungen mit Rücksicht  auf den zur Innenstadt gerichteten Luftaustausch  zu minimieren. Es wird deshalb die aus  stadtklimatischer Sicht formulierte Forderung einer Grünzäsur zwischen den Stadtteilen Möhringen und Vaihingen erneuert."
    (Quelle: Amt für Umwelt der Stadt Stuttgart)

     

    In dieser Computersimulation ist sehr schön zu erkennen, wie die Luftstörme vom Gebiet Rohrer Weg nach  Kaltental verlaufen und von dort weiter durch das Nesenbachtal nach Heslach gelangen.
    (Quelle der Abbildung: Amt für Umwelt der Stadt Stuttgart)


     

    WINDVERHÄLTNISSE in Stuttgart

    Der Wind, charakterisiert durch die Windgeschwindigkeit und Windrichtung, bestimmt die Ausbreitung von Luftschadstoffen und ist deshalb bedeutsam für die lufthygienischen Verhältnisse. Er spielt aber auch eine  wichtige  Rolle bei der Herabsetzung der Wärmebelastung.

    Ein wesentliches Merkmal des Stuttgarter Klimas ist seine Windarmut, die nicht allein auf die Lage der  Stadt in zwei  Stufenrandbuchten der Keuperhöhen zurückzuführen ist. Die gesamte Region des Neckarbeckens ist generell für  niedrige Windgeschwindigkeiten bei großer Häufigkeit von Windstillen  bekannt. Dies ergibt sich durch die großräumige  Luftdruckverteilung in Süddeutschland und die Abschirmung durch den Schwarzwald, die Schwäbische Alb, den Schurwald und den Schwäbisch-Fränkischen Wald.

    Bedingt durch das unheitliche Gelände kann für Stuttgart keine einheitliche Windrose angegeben werden. Am ehesten  ist noch die Windrose für den Flughafen Stuttgart geeignet, den regionalen Wind zu  beschreiben. Ansonsten kann man behaupten, "an jeder Ecke weht ein anderer Wind".

    Die Abschirmung der großräumigen Luftströmung durch die umgebenden Höhenzüge begünstigt die Entwicklung lokaler Windsysteme an den Hängen und Tälern. Sie erreichen zwar keine hohen  Windgeschwindigkeiten, spielen aber für die lokale Belüftung der Stadtteile eine wichtige Rolle.
    (Quelle: Amt für Umwelt der Stadt Stuttgart)
     

    Diese errechneten Windrosen belegen ebenfalls den Verlauf der Luftmassen vom Rohrer Weg über das   Nesenbachtal nach Heslach. Von Heslach strömt die Kaltluft (in dieser Karter zwar nicht sichtbar) dann weiter in die Innenstadt. Auch dies lässt sich leicht belegen, denn selbst in der Stadtmitte dominiert die   Windrichtung aus südwestlicher Richtung.
    (Quelle der Abbildung: Amt für Umwelt der Stadt Stuttgart)


     

    STUTTGART (Klimasituation)

    Das Zentrum von Stuttgart liegt abseits des Neckars in einer Keupersenke (ca. 240 m ü. NN), die fast vollständig von  einem Höhenkranz (bis 500 m ü. NN) umgeben ist. Nur im Verlauf des Nesenbaches besteht  im Nordosten eine Öffnung zum Neckartal. Nach Südwesten hin verläuft der Nesenbach in einem engen Tal, das für die Belüftung von  Stuttgart eine ähnliche Bedeutung hat wie das Höllental mit dem  "Höllentäler" (Bergwindsystem) in Freiburg.
    (Quelle: Amt für Umwelt der Stadt Stuttgart)
     

    Die Thermocharakteristik zeigt eindeutige Temperaturunterschiede zwischen den Feldern und der  Streuobstwiese einerseits und den bebauten Flächen andererseits. Die als Puffer in Erscheinung tretenden  Grünflächen verhindern als übermäße Aufheizen Möhringens. Da die Kaltluft weiter nach Stuttgart getragen wird, hat das Gebiet Rohrer Weg sogar Einfluss auf das Klima in der Stuttgarter Innenstadt.

    Erklärung:
    Blau bis grün: Kühlerer Flächen
    Gelb bis rot: Wärmere Flächen
    (Quelle der Abbildung: Amt für Umwelt der Stadt Stuttgart)
     

     


    Die Bebauung des Rohrer Weg bedeutet einen: “Nicht kompensierbaren Eingriff in  Frischluftentstehungsflächen und in das innenstadtrelevante südlichen Frischluftsystem”.
     Zitat aus der Beschlussvorlage des Referates Städtebau der Stadt Stuttgart (GRDs Nr. 419/20029).

     

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